Die Rolle von Schuhmacher Flaig

An einem Abend trifft er den Schuhmacher, der darüber entsetzt ist, dass Hans lernt und nicht seine freie Zeit genießt. Er sieht sich als eine Art zweiter Vater, der sich aber scheinbar wirklich um seinen „Sohn“ sorgt und ihn nicht unter Druck setzt oder sogar verkümmern lässt. Er hat auch seine klaren Vorstellungen im Leben, allerdings welche die nicht ausschließlich mit Leistungsdruck oder Lernen zu tun haben. Er sagt Hans, dass etwas freie Zeit sehr wichtig ist und man nicht immer nur lernen soll, sondern sich vor allem an der Natur erfreuen, denn in ihr lebt man und nicht in Vokabeln. Wenn er sich öfter draußen aufhalten würde und sich ein bisschen bewegen würde, dann könnte er sogar ein paar Muskeln ansetzen. Denn Hans ist sehr mager und blass, er sieht schon so aus, als ob er sich alles von allen gefallen lassen würde. Doch Hans nimmt sich seine Worte nicht zu Herzen. Die Ziele „Lernen und immer der Beste sein“ sind in Hans schon so fest verankert, dass diese 2 Treffen mit dem Schuhmacher das Ziel nicht mehr in die andere Richtung lenken können. Nicht einmal minimale Zweifel an diesem Weg werden in ihm geweckt. Die anderen lenken ihn. Nicht er hat sein Leben im Griff, sondern andere.

5.6.08 07:55

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