Funktion und Gestaltung der Ironie (z.B. III/53-54)

Es gibt mehrere ironische Ansätze bei der Geschichte. Der erste auf den ich gestoßen bin ist mal wieder die Beziehung zu Hermann Heilner. Ein Streber und fauler Dichter, der das Lernen hasst. Wie soll das denn funktionieren? Der Autor schiebt es auf die vielen Gegensätze, die sie haben. Jeder hat Interesse etwas Neues kennen zu lernen. Der eine vielleicht die Lernwelt und der andere die Denkwelt. Es wird von beiden versucht den anderen zu verstehen, aber wirklich Gelingen tut es nicht. Eine weitere Ironie sind die starken Charaktere mit denen er zu tun hat. Einer stirbt, der andere will noch mehr lernen und kann keine Musik spielen, ein anderer ist ein Schlägertyp. Also ein wirklich sehr seltsamer Haufen, der sich sonst mit Sicherheit nicht so zusammengefunden hätte. Und trotzdem schaffen es alle irgendwie mit den anderen auszukommen. Auch wenn man die anderen nicht versteht. Es ist kein Verlust wenn einer verloren geht. Dies ist auch schon eine Ironie, wenn man bedenkt wie am Rande der Autor den Tod des Jungen abhandelt. Man liest diese Stelle ohne auch nur einen Hauch von Mitleid zu empfinden. Die Stelle ist geschrieben, wie in einem Sachbuch ohne Gefühl und Gedanken. Außerdem ist es ein wenig merkwürdig wie viel vom Buch wirklich die Geschichte erzählt und was für ein großer Teil einfach die Umwelt beschreibt, in der er sich befindet. Es ist so, dass man plötzlich das Gefühl hat, ganz wo anders im Buch zu sein, dass nichts mehr mit Hans Giebenrath zu tun hat. Zum Beispiel die Anfangsstelle des 3. Kapitels. Das Buch har Ironie, aber welche noch kommt, weiß niemand.

5.6.08 08:43

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